Kita im Fokus

Jeden Monat neu vorgestellt

Unsere Kita des Monats in Stuttgart zeigt, wie Kinder Sprache spielerisch entdecken und alltäglich gefördert werden. Unter Berücksichtigung von acht Kriterien zeichnet die Jury jeden Monat eine Kita aus.

Die Kritierien sind:
Realitätsnähe, Kreativität der Angebote, Struktur, Häufigkeit, Partizipation der Kinder, Skalierbarkeit, individuelle Rahmenbedingungen der Kita, Elternarbeit 

Die ausgezeichneten Kitas

Juli: SOS-Kinderdorf Stuttgart Kinder- und Stadtteilzentrum

Unsere Jury hat die Einrichtung SOS-Kinderdorf Stuttgart – Kinder-und Stadtteilzentrum zur Kita des Monats gekürt. Und das aus gutem Grund: Hier wird Vernetzung großgeschrieben und Pädagogik mit ganz viel Herz gelebt. Das Team hat immer die gesamte Familie im Blick. Durch die enge Kooperation mit der eigenen Sozialarbeiterin, dem Familienzentrum, dem SBBZ und kurzen Wegen zur Nachbarschafts-Ergotherapie greift im Alltag alles ineinander. Sogar die musikalische Früherziehung der Musikschule ist fest integriert. Die Sprachfachkraft macht Sprache greifbar mit haptisch aufbereiteten Büchern, Bildkarten für neue Lieder und Legosteinen, die die Kinder spielerisch zum Bauen langer Sätze motivieren. Selbst beim Sport begleitet sie die Kinder, um den Bewegungs-Wortschatz direkt im Tun zu festigen. Dass im Team viele musikalische Talente schlummern, macht das Miteinander perfekt: Gemeinsam mit den Erzieherinnen und Erziehern wird regelmäßig musiziert und gesungen.

Juni: Kindertagesstätte Ibisweg, Neugereut

Die Kindertagesstätte Ibisweg ist die Kita des Monats Juni. Die Jury überzeugte besonders die alltagsintegrierte Sprachbildung: Ob beim Spielen, Essen oder Anziehen – jede Situation wird genutzt, um Sprache ganz selbstverständlich zu fördern.

Ein besonderes Highlight ist der Forscherraum. Beim Beobachten von Küken und einem Ameisenbau übernehmen die Kinder Verantwortung, entdecken die Natur und kommen durch ihre Neugier ganz automatisch miteinander ins Gespräch.

Auch im gesamten Haus ist Sprache sichtbar: Beschriftete Bauwerke und Bilder, Namen und Fotos in der Garderobe sowie ein Wochenplan für die Kinder schaffen Orientierung und zahlreiche Sprechanlässe. Die Sprachförderkraft unterstützt das Team mit regelmäßigen Impulsen und trägt dazu bei, Sprachbildung nachhaltig im Kita-Alltag zu verankern. Auch Eltern bringen ihre Talente aktiv in das Kita-Leben ein.

Mai: Kinderhaus Malvenweg

Die ausgezeichnete Kita, das Kinderhaus Malvenweg, überzeugte die Jury mit einer Sprachbildung, die fest im Alltag verankert ist. Ein besonderes Highlight sind die Büchertaschen zum Ausleihen: Gemeinsam mit der Sprachförderkraft wählen die Kinder Bücher aus, die sie für eine Woche mit nach Hause nehmen dürfen. Auch zweisprachige Bücher gehören zum Angebot und ermöglichen vielen Familien gemeinsame Vorlesemomente.

Die Interessen der Kinder stehen dabei im Mittelpunkt: Bei den wöchentlichen Thementagen entscheiden sie selbst, an welchem Angebot sie teilnehmen möchten. So wird ihre Begeisterung gezielt genutzt, um Sprache spielerisch zu fördern.

Auch die Kreativität kommt nicht zu kurz: Die Theaterbühne im Rollenspielraum wird regelmäßig bespielt, und in allen Funktionsräumen laden passende Bilderbücher zum Entdecken und Erzählen ein. So entstehen im gesamten Haus immer wieder neue Sprechanlässe.

April: KiFaZ Rilkeweg in Stuttgart-Freiberg

Das KiFaZ Rilkeweg überzeugt im April als Kita des Monats durch gelebte Partizipation und Sprachförderung. Im Kinderrat und der Kindersprechstunde gestalten die Kinder ihren Alltag aktiv mit; Ergebnisse werden anonym für alle sichtbar dokumentiert. 

Ein aktuelles Projekt zu Kinderrechten stärkt zudem das Demokratieverständnis der Kleinsten. 

Die “Rilkethek” und eine eigene Präsenzbücherei fördern die Leselust. Hier begeistern Vorlesestunden in verschiedenen Sprachen und ein unkompliziertes Ausleihsystem für Familien. Auch soziale Kompetenz wird großgeschrieben: Mit dem “Erklär-Korb” lernen die Kinder in moderierten Gesprächen, Konflikte eigenständig zu lösen. Piktogramme und Bilder unterstützen dabei die barrierefreie Kommunikation im gesamten Haus.

März: Kinder‐ und Familienzentrum Moselstraße 37

Im März kürte die Jury aus fünf Favoriten ihren Sieger: Das Kinder‐ und Familienzentrum Moselstraße 37 punktet mit gelebter Demokratie und kreativer Leseförderung. Im farblich codierten Bücherzimmer, einer wandernden Lesebox und der Buchecke im Leitungsbüro wird Bildung auf Augenhöhe greifbar.

Besonders die Partizipation wird hier großgeschrieben: Jede Gruppe pflegt eine Wunschliste für Ausflüge oder Spiele. In wöchentlichen Reflexionen besprechen die Kinder, was erfüllt wurde und, auch wichtig, warum manche Wünsche warten müssen. Ob durch die Kinderkonferenz oder die Beschwerde-Box: Die Kinder werden gehört und verstehen die Hintergründe.

Auch die Gemeinschaft wächst: Während in Kleingruppen beim Weben geplaudert wird, lädt das tägliche Elterncafé mit Kaffee und einem kleinen Buffet zum spontanen Austausch ein. 

Februar: Tageseinrichtung für Kinder Nobileweg

Zur Kita des Monats Februar wurde die Tageseinrichtung Nobileweg gekürt. Die Jury war begeistert vom ganzheitlichen Konzept als zertifizierte Kneipp-Kita: Wasserbecken im Sommer, Barfußpfad, Kräuterangebote und viel Bewegung im Freien fördern die Sinne und machen Sprache erlebbar – Begriffe wie „kalt“, „weich“ oder „spitz“ werden spielerisch erfahren.

Sprache wird hier täglich gefördert: In der Theater-AG, der eigenen Bibliothek sowie beim Singen, Reimen, Bewegungsspielen oder Lernen von Gedichten entdecken Kinder Wörter und Ausdruck. Besonders überzeugte die Jury die kreative Idee, Gegenstände mit TipToi zu versprachlichen. Unterschiedliche, anregende Spiele und Materialien unterstützen die Sprachbildung zusätzlich.

Partizipation ist fest verankert: Kinder bringen ihre Ideen im Kinderrat ein, Eltern werden aktiv einbezogen – etwa durch mehrsprachige Vorleseangebote. So vereint die Kita Gesundheit, Sprache und Mitbestimmung auf nachhaltige Weise.

Januar: Kita 1, St. Josef gGmbH

Zur Kita des Monats Januar wurde die Kita 1 der St. Josef gGmbH gekürt. Sie überzeugte durch eine gelebte Sprachbildung, die den gesamten Alltag durchzieht. In Kleingruppen entstehen viele Gesprächsanlässe, die vom Team aufmerksam aufgegriffen werden. Besondere Angebote wie Theaterspielen fördern zusätzlich Sprache, Kreativität und Rollenvielfalt. 

Ein Highlight ist die „sprechende Wand“: zentral platziert, liebevoll gestaltet und von den Kindern aktiv genutzt – mit Tierlauten, Liedern und selbst gemalten Karten. Auch Bücher spielen eine wichtige Rolle und sind in allen Räumen auf Augenhöhe der Kinder zugänglich. Großen Wert legt die Kita auf die Zusammenarbeit mit den Eltern: Bei Festen, Hospitationen und jährlichen Vorlesetagen bringen sie sich aktiv ein – auch in ihrer Erstsprache. 

Dieses realitätsnahe und ganzheitliche Sprachkonzept überzeugte die Jury auf ganzer Linie.

Fachwissen und Praxis für die beste Kita-Auswahl

Die Kita des Monats wird von einer unabhängigen Expertenjury ausgewählt. Unsere Jurymitglieder bringen Fachwissen in Pädagogik, Ausbildung und Qualitätsentwicklung ein – für eine Auswahl, die pädagogische Qualität, Teamengagement und das Wohl der Kinder in den Mittelpunkt stellt.

Zur Jury gehört eine erfahrene Schulleitung, eine Ausbildungsexpertin, eine engagierte Vertreterin aus Wirtschaft sowie Mitarbeiterinnen der Kinderstiftung.

Mit einem geschulten Blick für ganzheitliche Konzepte, Alltagstauglichkeit und aktive Elternarbeit prüfen sie die Bewerbungen transparent und sorgfältig. 

Unsere Jurymitglieder

  • Katrin Kirchmann, Schulleiterin mit langjähriger Erfahrung in der pädagogischen Leitung und Beauftragte Übergang Kita-Schule

  • Karin Ibele-Uehling, Leiterin eines Ausbildungszentrums für Erzieher:innen, Expertin für Fachkräftequalifizierung und Nachwuchsförderung.

  • Claudia Gross, selbst Mutter eines Kita-Kindes und Vertreterin unseres Sponsors, die ihre Perspektive aus Wirtschaft und gesellschaftlichem Engagement einbringt.

  • Stefanie Dankwart und Julia Dahlinger, Mitarbeiterinnen der Kinderstiftung, mit umfassender Erfahrung in Projektarbeit, Qualitätsförderung und frühkindlicher Bildung - beides auch Mütter mit Kita-Erfahrung.

Ausgerichtet und gefördert von

Unterstützt durch

nach oben