Home-Schooling

Moodle, doodle oder iserve?

Nicht nur Familien, Lehrende, Politik und Verwaltung treiben das Thema Homeschooling um. Sozialträger, Wirtschaft, Stiftungen und Bürgerschaft sind bereit zu helfen, wo es nur geht. Unter der Ausgangsfrage „Wie kann die Zivilgesellschaft wirksam bei der Digitalisierung der Schule unterstützen?“ organisieren wir einen Runden Tisch, zu dem wir die mit dem Thema befassten Akteure der Stadtgesellschaft eingeladen haben.

Schülerinnen und Schüler brauchen Unterstützung

Schülerinnen und Schüler sind im Homeschooling auf eine aktive Begleitung angewiesen. Die Lernumgebungen und technischen Ausstattungen sind extrem unterschiedlich, so dass viele Kinder mit den Aufgaben und dem Stoff nicht mehr hinterher kommen. Die Lehrerinnen und Lehrer können keine Einzelbetreuug gewährleisten und müssen auf die Unterstützung der Eltern bauen. Einigen Kindern können die Eltern nicht helfen. Oft fehlt es an Wissen, technischer Ausstattung, ausreichenden Sprachkenntnissen oder digitalen Fertigkeiten.

Manja Reinholdt
Vorsitzende Gesamtelternbeirat GEB Stuttgart

„Es kann nicht vorausgesetzt werden, dass alle Eltern den Kindern beim Homeschooling helfen können. Die meisten Kinder aber brauchen diese Hilfe. Deswegen wäre es so wichtig, dass wir möglichst viele Menschen gewinnen können, die hier eine Brücke schlagen und betroffenen Kindern ihre Zeit spenden.“

Zeitstifter gesucht!

Erfolgreiche Mentorenprojekte unterstützen die Kinder, entweder direkt an den Schulen, im Sozialraum oder inzwischen auch digital. Alle haben eines gemeinsam: SIE SIND AUF DER SUCHE NACH GEEIGNETEN PERSONEN, die Zeit und Lust haben, einem Kind bei dem Schulaufgaben zu helfen.

Wo muss ich mich melden?

Die Kinderhelden engagieren sich für Grundschulkinder und arbeiten eng mit der Schule des Kindes zusammen. Hier erreichen Sie Jessica Klaliber, wenn Sie als Kinderheld:in helfen wollen.

Check-e.jetzt kümmert sich um Schülerinnen und Schüler von weiterführenden Schulen und sucht LernbegleiterInnen. Hier können Sie mit Frau Förster Kontakt aufnehmen und Ihre HIlfsbereitschaft kund tun.

Lernpaten werden gesucht von der Mobilen Jugendarbeit der Ev. Gesellschaft, die mit den Kindern und Jugendlichen direkt in den Stadtteilen arbeiten. Hier melden Sie sich über Mail bei Julia Fischer, wenn Sie losgelöst von der Schule einem Kind in ihrem Stadtteil helfen wollen.

Digital-for-all-Kids ist ein Projekt des Ausbildungscampus Stuttgart und der Engagementförderung im Sozialamt Stuttgart, welches Kinder in Sozial- und Flüchtlingsunterkünften unterstützt. Melden Sie sich hier bei Constanze Nusser wenn Sie dort helfen wollen.

Beim Projekt Corona School e.V. werden junge Studierende gesucht, die wiederum Freude haben, Schülerinnen und Schülern aus benachteiligten Familien online Bildungsinhalte zu vermitteln. Hier kommt man direkt zum Tutor-Anmeldeportal.

Dann gibt es noch naklar.io, ein Online Portal auf welchem ehrenamtliche Tutoren für schwere Fragen einfache Antworten finden. Vorteilhaft ist hier, dass die Zeitspenden der Ehrenamtlichen sich auf den eigenen Terminplan anpassen lassen und keine langfristigen Verabredungen notwendig sind. Hier gehts zur Anmeldung bei nakler.io!

 

Wo drückt der Schuh denn noch?

Neben der notwendigen Unterstützung der Kinder gibt es auch bei den Schulen Möglichkeiten, auf dem Weg zur digitalen Schule zu helfen. Einige Felder, die nach Meinung der Teilnehmenden unseres Runden Tisches, auch für die Zivilgesellschaft geeignet sind, wollen wir hier kurz vorstellen:

Technischer Support an den Schulen:

  • Solange die dafür geschaffenen neuen Stellen beim Schulverwaltungsamt noch nicht vollständig besetzt sind, sind einzelne Einsätze von IT-Experten nach Absprache direkt an den Schulen denkbar. Dabei geht es beispielsweise um die Initialisierung neuer Geräte u.Ä..

Elternschulungen:

  • Viele Eltern verfügen über nicht ausreichende digitale Kompetenzen und können den eigenen Kindern kaum helfen. Hier könnten Elternschulungen zu Basiskompetenzen digital oder über die Schulen oder im Sozialraum helfen.

Lernorte:

  • Manche Kinder haben zuhause keinen ruhigen Lernort, wo ein konzentriertes ungestörtes Arbeiten möglich ist. Hier könnten in der Nähe der Schule befindlichen Leerräume als Lernraum zur Verfügung gestellt werden.

 

 

Unterstützung der Schulen!

Für die Schulen erstellen wir eine Austauschplattform, auf der jederzeit sichtbar ist, mit welcher Zeit- oder Sach oder Geldspende geholfen werden kann. Die Nachfrage nach Unterstützung kann dabei höchst unterschiedlich sein. Vielleicht fehlt es noch an einer Kamera oder sonstiger Ausstattung, um hybriden Unterricht durchführen zu können?

Schon bald werden wir hier mehr darüber zu berichten haben.

Hier gibt´s hilfreiche Infos

Im Netz gibt es eine Fülle an Informationen zum Thema homeschooling. Hier wollen wir auf einige hilfreiche Links hinweisen:

Stadtmedienzentrum Stuttgart bietet den Stuttgarter Schulen technische und inhaltliche Unterstützung und bietet zahlreiche Fortbildungen an.

Übersicht digitaler Bildungsangebote, wie Kommunikationsplattformen, Lernportale und Unterrichtsinhalte.

Übersicht zahlreicher Initiativen, die sich um virtuelle Klassenzimmer, Lehrerfortbildung und Digitalität im schulischen Zusammenhang engagieren.

#wirfürschule - eine Community, die Ideen und Projekte umsetzen und mit der Öffentlichkeit teilen.

Für die Aktion #heyalter sammelt Children First ausrangierte aber funktionstüchtige Rechner und Laptops, die wieder aufgearbeitet an schwache Schülerinnen und Schüler aus der Region vergeben werden. 

Auf Lehrermarktplatz teilen Lehrer:Innen selbst erstellte und erprobte Unterrichtsmaterialien für alle Jahrgangstufen.

 

 

Ansprechpartnerin

"Als Stuttgarter Kinderstiftung kümmern wir uns um Themen, die für ein starkes Aufwachsen der Kinder von Bedeutung sind. Schon schnell hat sich gezeigt, dass wir als Zivilgesellschaft bei der Digitalsierung der Schulen mit anpacken müssen, damit diese große Aufgabe auch schnell gelingen kann."

Silke Schmidt-Dencker

schmidt-dencker@stuttgarter-kinderstiftung.de

Tel. +49 711 72235-116

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